Donnerstag, 30. Mai 2024

Popa Falls und Buffalo Core Area

Ok, gestern abend waren zu viele Leute im Wifi unterwegs und wir wollten ja auch unsere River Suite geniessen :-). Also gehts jetzt mit dem gestrigen Tag weiter. Am Vormittag sind wir zu den Popa Falls gefahren, die nicht weit von hier sind. Es handelt sich dabei nicht um Wasserfälle, wie der Name vermuten lässt, sondern um Stromschnellen. Joa, wir waren da, haben sie gesehen, mal die Füsse reingehalten (Krokos waren nicht in der Nähe) und konnten mal wieder ein paar Meter laufen. Aber ansonsten sind sie doch sehr unspektakulär. Da das Wifi immerhin sehr schnell war, sassen wir noch eine Weile dort und schauten uns das Weltgeschehen an. Am Mittag waren wir schon wieder zurück in der Lodge. Während ich an der Rezeption sass und bloggte, genoss Casi schon die Terrasse unserer River Suite. Die Suite ist wirklich toll! Um 14.30 ging es dann auch schon los zum Game Drive auf der anderen Flussseite. Ca 3 Stunden fuhren wir durch den Park, aber auch gestern war uns das Glück nicht hold und es gab wieder keine Löwen zu sehen. Da diverse Geier kreisten, vermutete der Guide, dass die Löwen einen Kill hatten und die Geier nun warten, dass die Löwen aufgegessen haben. Aber auch nach intensiver Suche, konnten wir sie nicht sehen. Egal, haben wir einen Grund mehr wiederzukommen :-). Dafür haben wir natürlich Elefanten, Warzenschweine, Krokodile, diverse Antilopen und Vögel gesehen. Ach - und Büffel! Damit haben wir zumindest 3 der Big Five gesehen. Aber ansonsten war der Drive nicht soo toll. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir wieder zurück. Der Rest des Tages wurde dann in der Suite verbracht. Und bis auf eine nächtliche Störung durch ein uns unbekanntes Tier (zumindest konnten wir die Geräusche nicht zuordnen), konnten wir wieder sehr gut schlafen. Morgens wurde ich dann vom Sonnenaufgang geweckt und konnte dann vom Bett aus die Hippos beobachten - einfach genial. Jetzt haben wir schon ausgecheckt (ich will hier nicht weg!) und fahren gleich weiter ins Camp Kwando. Da sind wir 2 Tage offline, ich melde mich dann aus Botswana wieder :-)

Mittwoch, 29. Mai 2024

Elefanten können wir

Nach einer tatsächlich sehr guten Nacht (man kann auch bestens mit Hippo-Grunzen, Elefanten-Tröten und Löwengebrüll schlafen) und einer tatsächlich heissen Dusche, machten wir uns morgens auf zur Selbstfahrer-Safari in den Mahangu Park. Der Park ist relativ klein, es gibt im Prinzip auch nur 2 Loops, die man selbst fahren kann. Wovon der eine tatsächlich nur von erfahrenen 4x4 Fahrern befahren werden sollte. Da ich Schisser bin und schon einige Reiseberichte gelesen habe, in denen auch vor der Strecke gewarnt wurde, habe ich Casi die Strecke ausgeredet. Aber auch die "normale" Strecke ist total toll. Der Park hat uns auf Anhieb gefallen. Wir sind die Wege langsam entlang gerollt, immer wieder gestoppt um die Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Dabei haben wir auch so einige Erstsichtungen wieder gehabt: Lechwe Antilopen, Tsessebe, Säbelantilope, Buschbock. Was uns natürlich nicht vor die Linse kam - Löwen, war ja klar. Der Park ist noch naturbelassener als der Etosha und es war kaum jemand dort unterwegs - einfach nur schön. Auf dem Rückweg auf der Hauptstrasse, fiel mir dann gerade ein, dass wir noch gar keine Elefanten gesehen haben. Kaum ausgesprochen, standen sie schon vor uns: einige Kühe mit Kindern, leider auf beiden Seiten der Strasse. Ein Lütter gab uns deutlich zu verstehen, dass wir Abstand halten sollen, was wir natürlich sofort gemacht haben. Als dann fast alle auf eine Seite gewechselt sind, konnten wir die Herde passieren. Wir beschlossen, den 10 km Weg zum Wasserloch auch noch abzufahren. Dieser schmale Weg ist auch nur mit 4x4 zu befahren, aber nicht sooo anspruchsvoll, wie die andere Strecke. Blöd bei dieser Strecke ist, dass der Weg sehr schmal ist und an den Seiten dicht bewachsen, so dass man kaum Tiere sichten kann. Und wie sollte es auch anders sein, stand plötzlich eine Elefantenbullenherde am Weg. Upps. Sie sahen zwar recht friedlich aus, aber das kann sich natürlich sehr schnell ändern. Wir legten also den Rückwärtsgang ein, fuhren etwas zurück und warteten. Vorbeifahren war keine Option! Zum Glück bewegten sie sich dann ein Stück vom Weg weg, weiter in den Busch. Nur einen Bullen haben wir aus den Augen verloren, der auf der anderen Wegesseite war. Wir gingen dann aber das Risiko ein und fuhren den Weg weiter (wenden war bei dem schmalen Weg auch nicht möglich). Ging auch alles gut, unbehelligt erreichten wir dann das Wasserloch. Erwartungsgemäss war hier nur wenig los, es war Mittagshitze. Trotzdem blieben wir stehen, denn die Gefahr war zu gross, auf dem (gleichen) Rückweg wieder auf die Bullen zu stossen. Ich muss euch nicht sagen, was passierte: die Herde kam natürlich zum Wasserloch. Wagen also so positioniert, dass wir einen Fluchtweg haben und dann die Herde beobachtet. Nach kurzer Zeit kam dann noch eine weitere Bullenherde dazu, und versperrte uns kurzzeitig unseren Fluchtweg. Na toll... GsD gesellten sie sich dann zu der vorhandenen Herde. Nach kurzer Beobachtung entschieden wir, dass wir jetzt den Rückweg antreten sollten, der dann auch ohne weitere Vorkommnisse bew
ältigt wurde. Genug Adrenalin für heute, ab zurück zur Lodge und chillen. Heute wechseln wir unser Zelt - wir dürfen die letzte Nacht in einem Zelt auf dem Fluss verbringen :-). Am Nachmittag steht heute ein geführter Game Drive in der Buffalo Core Area auf dem Plan. Ich werde vermutlich heute abend noch berichten, denn die nächsten 2 Tage sind wir im Camp Kwando, wo es kein Wifi gibt.

Dienstag, 28. Mai 2024

1. Tag Ndhovu River Lodge

So, heute versuche ich mal am Nachmittag zu bloggen, vielleicht funzt das Internet jetzt besser ;-) Gestern morgen haben wir uns von der Taranga auf den Weg gemacht zur Ndhovu Lodge, Strecke ca 220 km. Natürlich gab es zwischendrin immer wieder Roadblocks von Rindern oder Ziegen. Und dann kamen wir schon nach Rundu, die 2. grösste Stadt von Namibia. Total wuselig und ein bisschen chaotisch, und nur Einheimische. Aber so viel wie hier an einem Montag Mittag an Menschen unterwegs ist, davon träumt jede deutsche Innenstadt. Wir legten einen Stop in der Mall ein (ohne Parkplatzwächter!) und stockten im Supermarkt unseren Wasser- und Keksvorrat auf. Ach ja, und suchten lange nach einem Geldautomaten, vor dem keine lange Schlange stand. Bargeld holen scheint eine Lieblingsbeschäftigung der Namibianer zu sein. Mir gefiel dieses Gewusel und diese chaotische, aber trotzdem entspannte, Stadt. Gerne hätte ich in einem Cafe gesessen und People Watching gemacht, aber so etwas gibt es hier nicht (hmm, Marktlücke?). Total faszinierend finde ich die Frauen, die alles mögliche auf ihren Köpfen transportieren... Hammer, ich schaffe es noch nicht mal ein Buch zu balancieren... Gegen 14.00 Uhr kamen wir dann auf der Ndhovu Lodge an, wo wir 3 Nächte bleiben. Von unserem Zelt können wir direkt auf den Okavango schauen, der tatsächlich dieses Jahr einen guten Wasserstand hat, mehr sogar als letztes Jahr. Wir sind hier quasi mitten im Bwabwata National Park, der fast den gesamten Caprivi einnimmt. Der Park ist in mehrere Ariale unterteilt (ohne Zäune): auf unserer Seite ist gleich der Mahangu, auf der anderen Flussseite die Buffalo Core Area. Aber gestern sind wir erstmal angekommen und haben dann noch eine Sonnenuntergangsbootsfahrt mitgemacht. Die war auch richtig toll, und nicht nur wegen des Sonnenuntergangs. Wir haben zig verschiedene Vögel gesehen, deren Namen wir natürlich schon wieder vergessen haben, Krokodile, Hippos und eine riesengrosse Herde Elefanten. Die war der absolute Wahnsinn - mindestens 70 - 80 oder mehr Tiere! Anschliessend gab es dann super leckeres Abendessen, welches hier alle Gäste gemeinsan an langen Tischen einnehmen. Bald darauf ging es dann auch schon ins Bett.

Vic Falls

Tja, nun ist er schon wieder da - der letzte Abend. Dabei sind wir ja gerade erst in Zimbabwe angekommen... Heute morgen klingelte der Wecke...