Sonntag, 2. Juni 2024

Ein Tag im Chobe Nationalpark

Die letzte Nacht war echt semi: das Hotel ist bislang die schlechteste Unterkunft dieser Reise. Casis Bett ist eine Hängematte, es ist sehr hellhörig und einfach nicht gut gepflegt. Egal, die nächsten 2 Nächte stehen wir auch noch durch. Dadurch waren wir heute sehr früh wach und schon früh auf dem Weg durch den Chobe Nationalpark. Dieser Park ist echt riesig gross und wir haben heute nur einen Bruchteil erkunden können. Es waren massig Autos unterwegs im Park, allerdings alles nur geführte Game Drives. Selbstfahrer wie wir, haben wir heute tatsächlich nur 2 weitere Autos gesehen. Ich denke, die meisten Leute haben sehr viel Respekt vor den nicht unbedingt einfach zu befahrenen Wegen. Von unserer Reiseagentur haben wir einen Plan des Parks erhalten, in dem die Wege eingezeichnet sind und auch die Qualität dabei steht. Die heavy 4x4 Wege haben wir dezent ausgelassen, aber auch die "normalen" Wege waren teils sehr tiefsandig, gerne auch noch mit Steigung kombiniert. Also, eigentlich ist es ein Eldorado für jeden, der gerne mal offroad fahren möchte :-) Ich gehöre definitiv nicht zu dieser Gattung, war heute aber auch nicht sonderlich nervös, denn zum einen war die Strecke im Mudumu noch heftiger und zum anderen gab es hier genügend andere Fahrzeuge, die hätten helfen können bzw. Hilfe hätten holen können. Soviel zu den Strassenverhältnissen, kommen wir zum eigentlichen Anlass des Besuchs: die Tierwelt. Tja, es gibt auch heute keine freudige Nachricht - wieder keine Löwen oder andere Katzen. Eigentlich wieder die üblichen Verdächtigen: jede Menge Impalas, ein paar Zebras, heute mal eine riesige Büffelherde, eine grosse Herde Säbelantilopen haben wir auch gesehen, aber bevor ich fotografieren konnte, waren sie wieder weg. Marabus haben wir noch viele gesehen und an einem Wasserloch dann eine Herde Elefantenkühe mit einem Minifant, sooo süss. Aufgeregt habe ich mich dann über einen Guide, der ganz dicht an der Herde vorbeigefahren ist und sie so natürlich ein wenig aufgeschreckt hat. Und das ganze natürlich nur, damit die Touris, die Elefanten nicht im Gegenlicht haben. Total unnötig! So etwas ist für mich mit der Hauptgrund, warum wir lieber selber fahren. Da es mittlerweile Mittag geworden ist und in der Zeit die Tiere sehr inaktiv sind, entschieden wir uns wieder zurück ins Hotel zu fahren. Hier haben wir ein bisschen gechillt, einen kalten Rock Shandy getrunken (sehr lecker übrigens), um dann am Nachmittag wieder in den Park zu fahren. Sehr weit sind wir dann nicht gekommen, um genau zu sein nur bis zum Ufer des Chobe. Hier waren dann Hippo, Büffel und einige Herden Elefantenkühe (in Entfernung noch ein paar Bullen). Die eine Herde hatte 2 Minifanten dabei und wir standen mindestens eine Stunde davor und wurden nicht müde, die Elefanten zu beobachten. Wer braucht schon Löwen, wenn er so tolle Tiere in ihrem natürlichen Verhalten beobachten kann? Irgendwann mussten wir uns schweren Herzens trennen, denn der Park schliesst um 18.00 Uhr. Anschliessend sind wir in ein Restaurant zum Essen gefahren. Das Essen im Hotel ist nämlich auch nur semi... Zurück in unserem Hotel haben wir dann ein holländisches Pärchen wiedergetroffen, die auch mit uns im Camp Kwando waren (manchmal ist Afrika ein Dorf). Die beiden haben heute nachmittag eine Bootsfahrt gemacht (machen wir morgen) und konnten uns vom Boot aus bei den Elefanten stehen sehen. Und was erzählen sie uns?? - dass ca 200 m neben uns 2 Löwen unter einem Baum lagen! Das ist doch wirklich einfach unglaublich! Gut, wir sollen sie halt nicht sehen, damit wir nochmal nach Afrika wiederkommen... Morgen Mittag wird unsere tapfere Suzie abgeholt, somit haben wir morgen keine Chance mehr auf Parkbesuch, nur nachmittags mit dem Boot. Aber davon berichte ich dann morgen wieder...

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